Tattoos can be a great way to empower people who have marks on their bodies as a result of traumatic experiences such as domestic violence, accidents, self-harm, invasive surgeries, as it is the case for cancer survivors and people in transition. Whether the goal is to disguise the scars or to include them as a graphic element or even to decorate and cherish them, Artists participating in the Scar Project vow to channel their skills, creativity and emotional intelligence in providing a transformative experience that will take the unique emotional circumstances of every person seriously and will help them to reclaim their bodies joyfully. We are also seeking to collaborate with organisations who provide support for women with breast cancer, associations who care for queer and trans folks and institutions against domestic violence in order to make it financially accessible for everyone to use tattooing as a means of reclaiming one’s body.

Life starts with a scar. Our bellybutton. And life keeps scarring us, scars are part of our everyday experience, whether good or bad. More often than not they remind us of the bad ones, they can have an effect on our self-esteem, they give away our suffering to the onlookers which leads to uncomfortable, invasive questions. There are possibilities of surgical removal or abrasion in order to make them less visible, but these techniques are quite invasive and have a potential for triggering harmful memories. We want to offer the possibility to tranform scars and add another layer of joyful memories to them by working them into an art piece through tattooing. We want us all to love and accept our bodies as they are and think that tattooing can be a way of reclaiming unconditional self-love.

Mastectomy scars: As women, we are constantly subjected to impossible beauty standards, which especially affect women who have gone through a breast ablation in the course of their cancer treatment. We understand that not only are they survivors of a cruel disease, but also they are survivors of an even more cruel society which disavows them their femininity. At Nowhereland Tattoo we want to support these women to reclaim their bodies and their femininity by using tattooing as a therapeutic tool. From realist nipples to tattoos of different styles that hide scars or decorate the area, we want to work with the specific necessities and tastes of every woman.

Scars from violent experiences: Whether it is a scar stemming from an accident or an experience of physical violence, tattooing over or around the scars can be helpful in overcoming the psychological burden they represent. We want to accompany your process, ask you the right questions, find the right design and help you come to a good place with yourself and your body.

Scars from transition: Trans people who have gone through surgeries that might leave them with scars are welcome to come to us in order to transform their body further and realize their desired appearance in a space free from transphobia. Also, we would like to offer adjusting tattoos that remain from a different time in order to transition them as well.
Scars from self-harm: People with experiences of self-harm are often looked at with a mix of curiosity and pity. Being asked about these often visible scars by strangers can weigh heavy and impede moving on in a life where self-harming is not necessary anymore. The experience itself might have made you stronger and we want to help you show it. Whether it is about covering, decorating or adding something positive next to them, we are here for all your ideas and needs

 

Tätowieren kann ein wunderbarer Weg sein sich seines eigenen Körpers zu ermächtigen, auch und vorallem für Menschen, die Spuren von traumatischen Erlebnissen auf ihrem Körper tragen, wie beispielsweise häusliche Gewalt, Unfälle, Selbstverletzung oder invasive Operationen aufgrund von Krebs oder auch für Menschen in Transition. Ob es darum geht die Narben zu verdecken oder sie als graphisches Element in das Design einzubinden oder sie einfach zu dekorieren, die Künstler, die bei diesem Projekt teilhaben möchten ihre Fähigkeiten, ihre Kreativität und ihre emotionelle Intelligenz in den Dienst dieser Menschen stellen, sie und ihre emotionalen Umstände ernst nehmen und ihnen ein transformatives Erlebnis ermöglichen, welches sie ihrem eigenen Körper mit Freude begegnen lässt. Wir bemühen uns um die Zusammenarbeit mit Brustkrebs-Organisationen, LGBT-Vereinen und Institutionen gegen häusliche Gewalt um finanziell benachteiligten Menschen den Zugang zu diesem Angebot zu ermöglichen.

Das Leben beginnt mit einer Narbe. Unserem Bauchnabel. Und im Laufe unseres Leben kommen noch so einige dazu, sie sind Teil unseres täglichen Erlebens, ob gut oder schlecht. In den meisten Fällen erinnern sie uns jedoch an die schlechten und können Einfluß auf unser Selbstbewußtsein haben, sie verraten unser Leiden und führen in vielen Fällen zu aufdringlichen, unbequemen Fragen. Es gibt operative Möglichkeiten, diese zu entfernen oder zu verkleinern um sie weniger sichtbar zu machen, aber diese Techniken sind recht invasiv und können schädliche Erinnerungen triggern. Wir möchten es ermöglichen eine neue Schicht freudiger Erinnerungen hinzuzufügen und die Narben durch Tätowierungen Teil des Selbstausdrucks werden zu lassen. Ziel ist unsere Körper zu akzeptieren, wie sie sind und unbedingte Selbstliebe zu erfahren.

Narben von Mastektomie: Als Frauen sind wir andauernd den unmöglichen Schönheitsidealen ausgesetzt, was vorallem für Frauen, die ihre Brüste amputiert bekommen müssen eine große Herausforderung darstellt. Wir verstehen sie nicht nur als Überlebende einer grausamen Krankheit, sondern auch als Überlebende einer noch grausameren Gesellschaft, welche ihnen ihre Weiblichkeit aberkennt. Für diese Frauen möchten wir Tätowieren auch als therapeutisches Werkzeug nutzen, um ihnen ihre Weiblichkeit zurückzugeben. Ob ein realistischer Nippel oder graphische Kompositionen, die die Fläche schmücken und Narben verdecken, wir möchten die spezifischen Bedürfnisse und Geschmäcke von jeder Frau bedienen.

Narben von Gewalterlebnissen: Ob eine Narbe von einem Unfall oder einem tätlichen Angriff stammt, kann das Tätowieren dieser Stellen sich als sehr hilfreich erweisen, wenn es darum geht die psychologische Last zu überwinden, welche sie darstellen. Wir möchten diesen Prozess begleiten, die richtigen Fragen stellen, das richtige Design finden, so dass jeder mit seinem Körper in Einklang sein kann.

Narben durch Transition: Speziell Trans*Personen, die sich für geschlechtsangleichende Operationen entschieden haben, die auch Narben hinterlassen können, sind bei uns willkommen, um ihren Körper weiter zu verändern und ihr erwünschtes Aussehen zu erreichen. Wir arbeiten auch gerne an der Transition von Tattoos, die aus einer anderen Zeit stammen. Und das in einem Raum, der garantiert frei von Transphobie ist.

Selbstverletzungsnarben: Menschen mir Erfahrungen von Selbstverletzung, werden oft mit einer Mischung aus Neugier und Mitleid beäugt. Von Fremden nach diesen oft sichtbaren Narben gefragt zu werden kann belastend sein und es erschweren, diese Zeit hinter sich zu lassen. Die Erfahrung macht einen vielleicht sogar noch stärker und das wollen wir auch zeigen können. Ob es darum geht sie zu verdecken, zu schmücken oder einfach etwas positives daneben zu platzieren, wir sind offen für alle Ideen.